Station 8
Definition SDG
Das 1. Nachhaltigkeitsziel (“Sustainable Development Goal”, SDG) beinhaltet den Vorsatz, Armut in all ihren Formen weltweit zu beenden. Dazu gehören die Beseitigung extremer Armut, der Ausbau sozialer Sicherungssysteme, der gerechte Zugang zu wirtschaftlichen Ressourcen und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen. Das Ziel ist Teil der Agenda 2030 für eine nachhaltigere und gerechtere Welt.
SDG 1-Tier: Ameise
Ameisen arbeiten hart und kooperieren, um Nahrung zu sammeln und Vorräte anzulegen. Dies symbolisiert den Kampf gegen Armut durch Gemeinschaft und harte Arbeit.
SDG 1 auf dem Riedberg
Auf den ersten Blick scheint das Ziel, Armut zu beenden, mit einem Stadtteil wie Riedberg nicht viel zu tun zu haben. Riedberg ist ein moderner, wohlhabender Stadtteil im Norden Frankfurts. Die meisten Menschen hier leben gut und nur sehr wenige sind auf staatliche Unterstützung angewiesen. Tatsächlich hat der Stadtteil Riedberg die niedrigste Quote an Sozialhilfeempfängern in ganz Frankfurt. Weniger als 4 % der Menschen dort beziehen Grundsicherung. Auch Kinderarmut ist auf dem Riedberg sehr gering. SDG 1 betrifft jedoch nicht nur die Bekämpfung von Armut, wo sie sichtbar ist. Es geht auch darum, Armut zu verhindern, bevor sie entsteht und Verantwortung zu übernehmen.
Für den Riedberg bedeutet das:
- Gute Bildung für alle Kinder: unabhängig von Einkommen der Eltern.
- Gleichberechtigter Zugang zu Freizeit, Kultur und Wohnraum, auch für Menschen mit weniger Geld.
- Soziale Durchmischung, also kein Nebeneinander von Arm und Reich, sondern ein Miteinander.
- Integration: Auch Zugezogene oder Geflüchtete sollen faire Chancen haben.
SDG 1 auf der Welt
Rund 700 Millionen Menschen (etwa 9% aller Menschen) leben auf der Welt in extremer Armut (Stand 2019, Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung). Das sind immer noch zu viele, aber wir haben auch schon viel geschafft, denn im Jahr 2000 waren es noch 1,8 Milliarden (fast 30% der Menschheit), also rund zweieinhalb mal so viele.
Frage 1
Inwiefern ist Bildung ein Schlüssel zur langfristigen Reduzierung der Armut?
- Bildung verbessert die Chancen auf qualifizierte Arbeit und höheres Einkommen, wodurch langfristig der Armutskreislauf durchbrochen werden kann.
- Bildung sorgt für die Erkenntnis über Armut in der Welt, so dass man mehr spendet für Arme.
- Bildung ist für die Gesellschaft sehr teuer (Schulgebäude, Lehrergehälter. usw.). Wenn wir das sparen würden, hätten wir alle mehr Geld.
Genau so ist es!
Spenden ist eine gute Idee, aber das ist hier trotzdem nicht gemeint.
Nein, das stimmt überhaupt nicht.
Frage 2
Hast du schon mal mit einem Freund oder einer Freundin etwas geteilt? Wie hat sich das angefühlt?